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Der Waschbär

evi.jpgEltern sein heißt Sammler werden! Das beginnt mit dem Sammeln der Milchzähne und hört erst auf wenn die Kinder längst ausgezogen sind und man ihnen immer noch ein Zimmer mit ihren Jugendmöbeln freihält. Meine Eltern haben, bis ihnen unverhofft ein Enkelkind zufiel, die Kommode aufgehoben auf der ich gewickelt wurde. Sie leistet jetzt wieder gute Dienste, sicher, trotzdem seltsam. Ich selbst werde diesen Bären behalten und mit der Geschichte dazu nerve ich jetzt Euch und später meine Tochter, bis er zu Lumpen zerfallen ist.
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Kehrwoche

kehrwoche.jpgDieses Schild habe ich als Trophäe und Erinnerung an meine Zeit in Stuttgart aus dem Hausflur eines anständigen Wohnhauses entwendet. Es gab immerhin drei davon … Jetzt hängt es an meinem WG-Putzschrank um mich auch außerhalb Schwabens an die kleine Kehrwoche zu erinnern – oder war es die große? (Von den Schwaben lernen heißt Kehren lernen!)

Katrin I.

Jim im Schrank

lederjacke.jpgZugegeben: Es ist schon etwas länger her, dass ich diese Lederjacke getragen habe. Jetzt hängt sie im Keller im Kleiderschrank und zaubert zweimal im Jahr ein Lächeln in mein Gesicht: immer dann, wenn ich die Sommer- bzw. Winterjacken rauskrame. Mittlerweile ist es schon 15 Jahre her, dass ein Freund mir diese selbstbemalte Jacke geschenkt hat; sie erinnert mich an „wilde“ Jugendzeiten, an eine tolle Zeit in Amerika und an meine erste große Liebe. Ich freue mich schon jetzt auf den nächsten Frühling, wenn ich wieder den Schrank aufmache und diese Lederjacke kitschige Erinnerungen weckt.

Kristina K.

Auslaufmodell

laufschuhe.jpgMehr als elf Jahre haben mich diese Laufschuhe begleitet. Einige Tausend Kilometer, auf denen ich alle möglichen Gedanken gewälzt habe. Filmideen, Liebeskummer, Lebensplanung, immer begleitet vom trott-trott-trott auf Asphalt und schlammigen Pfaden. Allein, die Hand zum stillen Gruß einem nur vom Sehen bekannten Jogger erhoben, oder mit hunderten und tausenden anderen beim Berlin-Marathon, die sich fit halten oder in der Masse meditieren wollten.
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Seagull 2

seagull.jpgDieses Schiff heißt Seagull 2 (dt. Seemöve) und ist nach einem Ostsee-Butterfahrtsdampfer benannt. Es erinnert mich an meinen Freund Tim, den ich seit der ersten Klasse kenne. Wir haben das Boot im Werkkeller seine Vaters gebaut. An die Unterseite hatte ich den Motor vom Playmobil-Polizeiboot genagelt. Am nächsten Tag und sind wir zum „Kleinen See“ gefahren, um unsere Boote fahren zu lassen. Der Motor ist nach vielen Einsätzen leider irgendwann abgefallen. Aber das Boot werde ich hüten wie meine Freundschaft mit Tim.

Kai Z.

Vase

vase.jpg2005 bin auf dem Landweg in den Iran gereist. Von Izmir nach Ostanatolien saß ich 24 Stunden im Bus. Zwischenstation war Van, mitten im kurdischen Gebiet. Ich ging in ein Internetcafe, um Adressen von günstigen Hotels rauszusuchen und lernte dort zwei irakische Kurden kennen. Sie luden mich ein, bei ihnen zu wohnen. Ich sehnte mich nach einem stillen Hotelzimmer und einer Dusche, konnte aber nicht ablehnen. Die beiden wohnten in einer Art Flüchtlingslager außerhalb der Stadt, überall waren UN-Blauhelme. Abends gingen wir in der Stadt was essen. Bei einem anschließenden Gang über den Bazar schenkten mir meine Gastgeber auch noch diese Vase. Ein Ablehnen war wieder unmöglich, da ich zuvor aus falscher Höflichkeit sagte, dass ich diese unglaublich hässliche Vase sehr schön fände.

Kai Z.

Zakaz fotografowania

schild.jpgMit diesem Schild verbindet mich sehr viel. Zum einen mein Freund Diego und zum anderen ein wunderbarer Aufenthalt in Krakau. Das Schild stammt aus Polen. Genauer aus Krakau. Noch genauer: Von einer streng bewachten Militäranlage mitten in Krakau. Gegenüber dieser Anlage hat mein Freund Diego für eineinhalb Jahre während seines Zivildienstes gewohnt. Da ich zu dieser Zeit (muss um 1999/2000 gewesen sein) verstärkt mit dem Fotografieren begonnen habe und mir das Schild während eines Besuches aufgefallen ist, hat Diego unter Einsatz seines Lebens und mit einer ordentlichen Dosis Alkohol das Schild nachts vom Zaun geschnitten und auf einer recht abenteuerlichen Bahnfahrt nach Deutschland geschmuggelt.
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Eine einzigartige Nacht

pass.jpgWenn man eine wirklich billige Unterkunft sucht, ist das Gefängnis in Liberia, Costa Rica, genau das richtige. Leider tangiert die Verpflegung gegen null, aber dafür lernt man einige interessante Leute kennen. Die Reservierung einer Einzelzelle ist leider nicht möglich, aber in dem schicken Innenhof aus der Kolonialzeit lässt sich eigentlich immer ein Plätzchen finden. Leider gibt es nur Hardsleepers. Eine alte Zeitung oder ein Stück Pappe mag den Anschein von Gemütlichkeit wahren.
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Mein erstes Zeugnis

zeugnis.jpgAufgeregt saßen wir im Klassenzimmer und warteten auf die Zeugnisausgabe. Alle bekamen ihr Zeugnis mit zwei gleichen Unterschriften, denn schließlich war unser Klassenlehrer auch gleichzeitig der Schulleiter. Erst bei der Rückgabe der Zeugnisse in der Schule, fiel mir auf, dass meine Banknachbarin große Augen bekam, denn ich hatte jetzt drei gleiche Unterschriften in meinem Zeugnisheft stehen. Aber wen wundert es? Mein Klassenlehrer und Schulleiter war ja schließlich mein Vater.

Andrea A.

Omas Blume

pflanze.jpgDiese Blume hat meiner Oma väterlichereits gehört. Ich kann mich noch erinnern, wie die Blume in ihrer Wohnung gestanden hat. Da war ich ca. vier bis fünf Jahre alt und das ist mittlerweile ca. 31 Jahre her. „Oma Langenstraße“ ist bereits tot, aber ihre Blume habe ich mitgenommen als ich von zuhause weggezogen bin und das wiederum war 1992 und ist somit 15 Jahre her. Jedesmal wenn sie blüht (kommt nicht so oft vor) freue ich mich besonders und empfinde das wie einen kleinen Gruß von ihr.

Alexandra G.

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